Unser Engagement

Wir begreifen uns als Unternehmen, das fest mit Köln und seinen anderen Standorten und Regionen verwachsen ist. Erfolg, erst recht wirtschaftlicher Erfolg bedeutet für uns auch Verpflichtung. Deshalb möchten wir von unserem Erfolg durch unser Engagement für soziale, ökologische oder gesellschaftliche Projekte etwas zurückgeben.

Eine Auswahl unserer Aktivitäten finden Sie auf dieser Seite.

Klosterfrau Unternehmensgebäude in Köln

Wenn Schleimhautzellen auf Wanderschaft gehen‚Klosterfrau Forschungspreis 2016‘ für neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung zu Lungenerkrankungen verliehen

Köln, März 2016. Ein Kleinkind mit einer seltenen Atemwegserkrankung führte die Ärztin Christin Kuo aus Kalifornien während ihrer medizinischen Ausbildung dazu, sich der Erforschung der zellulären Grundlagen von Lungenerkrankungen zu widmen. Dabei entdeckte sie einen bisher unbekannten Mechanismus, durch den sich sogenannte neuroendokrine Zellen organisieren. Diese spielen bei einigen Erkrankungen der unteren Atemwege eine wichtige Rolle. Die Entdeckung des Mechanismus könnte als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten von Lungenerkrankungen dienen. Für ihre Entdeckung wurde Kuo anlässlich der 38. Jahrestagung der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie am 11. März 2016 mit dem Klosterfrau Forschungspreis 2016 ausgezeichnet.

Neuroendokrine (NE-) Zellen sind ein wichtiger Bestandteil der Lunge: Sie sind mit Nervenfasern verbunden, stellen hierfür Botenstoffe bereit und können auf diese Weise Umweltreize aus dem Lungengewebe an Nerven übertragen. Aufgrund ihrer Stammzell-Eigenschaften können sie zudem verletztes Lungengewebe regenerieren. NE-Zellen kommen einerseits in der Lungenschleimhaut vor und treten andererseits als inselartige Strukturen, sogenannte Cluster, von bis zu 20 Zellen an den Verästelungen der Atemwege (Bronchien) auf. Diese Cluster werden als neuroepitheliale Körperchen bezeichnet. Einen ersten Eindruck davon, wie diese Strukturen im Detail organisiert sind, gewährt jetzt die Entdeckung der Wissenschaftlerin Christin Kuo von der Stanford Universität, Kalifornien.

Klosterfrau Award 2016
Preisträgerin Klosterfrau Award 2016: Christin Kuo und
Juryvorsitzende Klosterfrau Award Prof. Dr. Gesine Hansen

Ein beeindruckender Mechanismus zur Organisation von Zellen
Ein Teil der verstreuten NE-Zellen verbindet sich zu neuroepithelialen Körperchen. Kuo entdeckte an diesen Zellen eine neue Art der Fortbewegung. Erreichen die mobilen NE-Zellen ihren Bestimmungsort, bilden sie innerhalb der Cluster gemeinsam ihre eigentliche Funktion aus. Die Wissenschaftlerin hat diese Art der Fortbewegung oder des „Wanderns“ erstmals beschrieben und „slithering“ getauft (im Deutschen „Schlittern“ oder „Schlängeln“). Für diesen Prozess bilden einzelne, zufällig in der Lungenschleimhaut verteilte NE-Zellen den Ausgangspunkt. Sie lösen sich aus der festen Struktur der Schleimhautoberfläche heraus und wandern zu den Verästelungen der Bronchien. Dabei bewegen sie sich auf der Oberseite benachbarter Zellen hinweg zu ihrem Ziel. Dort angekommen, integrieren sie sich wieder in das umliegende Gewebe und bilden mit anderen NE-Zellen die Cluster aus. Einige der NE-Zellen innerhalb des Clusters stellen fortsatzartige Verbindungen zu nahen Nervenbahnen her. So können sie mit den Nerven interagieren und Umweltreize aus der Lunge zum Nervensystem weiterleiten.

Ein wichtiger Erkenntnisgewinn für das Verständnis von Lungenerkrankungen
Kuos Beschreibung des „slithering“-Prozesses liefert einen plausiblen Erklärungsansatz, um verschiedene Lungenerkrankungen zu verstehen. Während ihrer Ausbildung kam Kuo mit dem Krankheitsbild der neuroendokrinen Zellhyperplasie der Kindheit (NCHI) in Kontakt. Bei dieser Krankheit, die bei Kleinkindern in einem mittleren Alter von vier Monaten auftreten kann, kommt es zu einer Fehlfunktion von NE-Zellen: Sie häufen sich massenhaft an den Verästelungen der Atemwege an, was zu einer Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung führt. Dies ist für die betroffenen Personen sehr unangenehm, zeigt sich als Atemnot und kann manchmal auch zu Kurzatmigkeit führen. Zudem kann die Erkrankung nicht mit klassischen Asthmatherapien wie beispielsweise Inhalatoren behandelt werden – neue Behandlungswege werden also gesucht. Ein anderes Beispiel für den Nutzen von Kuos Forschungsergebnissen stellt das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC) dar. SCLC ist eine Krebsart, die aus neuroendokrinen Vorläuferzellen entsteht und Tumoren in der Lunge verursacht. Durch die hohe Rate an streuenden Metastasen ist das kleinzellige Lungenkarzinom die aggressivste Form des Lungenkrebses. Ihren genetischen Ursprung haben diese Tumoren in den NE-Zellen. Der von Kuo entdeckte Prozess bereitet die Grundlage für diese Krebsart, deren Zellen sich aktiv im ganzen Körper verteilen können, um dort weiter zu wachsen.

Neue Fragestellungen zu zellulären Prozessen bei Erkrankungen
Die Entdeckung des „slithering“ ist ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung von medizinischen Therapien. Die Aufklärung der genauen Mechanismen und Prozesse könnte in Zukunft zur Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten von Lungenerkrankungen führen. Auch lassen sich wichtige Erkenntnisse zum streuenden Verhalten einiger maligner (bösartiger) Tumoren ableiten. Kuos Forschungsergebnisse bilden zunächst die Grundlage für ein neues Gebiet der Zellbiologie. Die genauen biochemischen Prozesse, mit denen NE-Zellen ihr Ziel – die Lungenverästelungen – finden, sind bisher noch nicht ausreichend geklärt. So wäre es beispielsweise möglich, dass benachbarte Zellen der Lungenschleimhaut aktiv in den Prozess des „slithering“ eingreifen und die NE-Zellen zu den klar definierten Lungenverästelungen dirigieren. Genauso stellt die Einleitung der verschiedenen „slithering“-Stadien auf genetischer Ebene einen Forschungsbereich dar, an dem intensiv gearbeitet werden kann.

Forschungsergebnisse wertvoll für das Verständnis pulmonaler Erkrankungen

Eine abnormale Verteilung neuroendokriner Zellen, die dem „slithering“ zu Grunde liegt, ist mit vielen Lungenerkrankungen in der Pädiatrie verbunden. Dazu gehört beispielsweise die neuroendokrine Zellhyperplasie der Kindheit (NCHI). Die NCHI äußert sich in typischen Symptomen wie einer Dyspnoe, wobei sich in einigen Fällen auch eine Tachypnoe ausbilden kann. Hierfür ist die massive lokale Anhäufung neuroendokriner Zellen verantwortlich, welche letztendlich zu einem Sauerstoffmangel führt. Mithilfe des „slithering“ lässt sich zum Teil auch das stark metastasierende Verhalten von Zellen des kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC) beschreiben, da die tumorigenen Zellen die Charakteristik von neuroendokrinen Zellen besitzen. Die Erkenntnisse aus Kuos Grundlagenforschung öffnen die Tür zu einem faszinierenden neuen Forschungsgebiet und bilden einen Ausgangspunkt für zukünftige Behandlungen von pulmonalen Erkrankungen. 

Der Klosterfrau-Award liegt uns sehr am Herzen.

Der amerikanische Pädiater Prof. Stefan Worgall erhält 2015 den ersten Preis für die Erforschung eines neu entdeckten Asthma-Gens. Der zweitplatzierte Dr. Malcom Starkey aus Australien untersuchte die Folgen einer Chlamydien-Infektion bei Kleinkindern.

Der „Klosterfrau Forschungspreis 2014“ geht an zwei Wissenschaftler aus der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Klaus Bønnelykke von der Universität Kopenhagen (Dänemark) und Jun.-Prof. Dr. Michael S. D. Kormann von der Universität Tübingen, die in ihren Untersuchungen die genetischen Grundlagen verschiedener asthmatischer Erkrankungen im Visier hatten.

Der US-amerikanische Kinderarzt Dr. Daniel James Jackson erhält 2013 den Klosterfrau Award für seine Forschung bei Neugeborenen zur Früherkennung und Prävention von Asthma.

Klosterfrau und die Stiftung Kölner Grün.Mehr und bessere „Grüne Lungen“ für Köln.

Lebensqualität in der Stadt, das hat auch viel mit Solitären zu tun: Parks, Grünflächen, Wiesen – kurz: Inseln der Natur in urbanen Räumen. Bestehende Grünflächen zu sanieren, zu pflegen und zu verbessern, das sind die Kernziele der „Kölner Grün Stiftung“. Als Unternehmen, das sich dem Wissen um die Heilkraft der Natur verschrieben hat, ist dies auch ein Thema für Klosterfrau, die deshalb seit vielen Jahren Unterstützer der Stiftung ist.

Gegründet von zwei Enkeln Konrad Adenauers, geht es der Stiftung darum, Verantwortung zu zeigen und zu übernehmen, wenn es in der Stadtplanung um die Gestaltung von Grünflächen geht. Denn jeder Straßenbaum macht die Luft ein wenig besser.

Klosterfrau und die Stiftung Kölner Grün.

Einzigartig ist Kölns „Grüngürtel“ – dies sind auf beiden Seiten des Rheins halbkreisförmig angelegte Grünstreifen, die noch auf das alte Stadtmauer-Befestigungssystem zurückgehen.

Es war Konrad Adenauer, ehemaliger Kölner Oberbürgermeister, der nach dem Zweiten Weltkrieg bei der englischen Besatzungsmacht erreichte, dass nicht alle Befestigungsanlagen abgerissen wurden und die Grünstreifen in Parks umgewandelt werden konnten.

Pflege und Erhalt dieses Grüngürtels war der Ursprung der Stiftung – später erweitert um das Engagement um alle Grünanlagen der Stadt Köln.

Sie können mehr über die Stiftung selbst und ihre Projekte auf der Website erfahren: www.koelner-gruen.de

Wir freuen uns, dass die Klosterfrau zu den engagierten Gründungsmitgliedern
des Kuratoriums Stiftung gehört. Mit der Finanzierung der Wiederherstellung eines historischen Bürgerparks
nimmt Klosterfrau in Köln eine Vorbildfunktion ein.

Klosterfrau und Sponsoring.Das sollten Sie wissen.

Die Klosterfrau nimmt ihre gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Verpflichtungen sehr ernst. Deshalb unterstützen wir über die hier dargestellten eine Vielzahl weiterer Projekte.

Uns erreichen eine Vielzahl von Sponsoring-Anfragen oder Vorschläge für förderungswürdige Projekte und Aktivitäten: Auch wenn diese sicher eine Förderung verdient hätten, können wir als mittelständisches Unternehmen diese Flut nicht bewältigen. Deshalb wird das Engagement von Klosterfrau explizit nur durch eine interne Kommission gelenkt, die keine externen Anträge annimmt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir deshalb keine Sponsoring-Anfragen bearbeiten können.