Unser Engagement

Wir begreifen uns als Unternehmen, das fest mit Köln und seinen anderen Standorten und Regionen verwachsen ist. Erfolg, erst recht wirtschaftlicher Erfolg bedeutet für uns auch Verpflichtung. Deshalb möchten wir von unserem Erfolg durch unser Engagement für soziale, ökologische oder gesellschaftliche Projekte etwas zurückgeben.

Eine Auswahl unserer Aktivitäten finden Sie auf dieser Seite.

Klosterfrau Unternehmensgebäude in Köln

Grundlagenforschung PneumologieZwei Pädiater freuen sich über den Klosterfrau-Forschungspreis 2017

Essen. Am 31. März 2017 wurde anlässlich der 39. Jahrestagung der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie der Klosterfrau-Forschungspreis 2017 in zwei Kategorien verliehen. Der erste Platz ging an den Pädiater Erick Forno, MD, MPH, vom Children’s Hospital der University of Pittsburgh. Der Forscher fand heraus, dass es bei Kindern einen Zusammenhang zwischen Adipositas, Asthma und Dysanapsis gibt. Den zweiten Platz belegte Dr. med. Oliver Fuchs, MD, PhD. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München konnte in seiner prämierten Arbeit erstmals zeigen, dass der Metabolismus von ausgeatmetem Stickstoffmonoxid bei Neugeborenen möglicherweise anders reguliert wird als bei älteren Kindern. In diesem Zusammenhang entdeckte er zwei neue Genloci. Mit dem Klosterfrau-Forschungspreis werden jedes Jahr Arbeiten prämiert, die einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie von kindlichem Asthma bronchiale geleistet haben.

Zwei spannende Forschungsarbeiten wurden am 31. März 2017 anlässlich der 39. Jahrestagung der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie in Essen mit dem Klosterfrau-Forschungspreis ausgezeichnet. Der „International Klosterfrau Award for Research of Airway Diseases in Childhood 2017“ wurde an Erick Forno, MD, MPH, vergeben, dessen Forschungsprojekt sich mit dem genaueren Zusammenhang von Adipositas und Asthma bei Kindern beschäftigte. Den „International Klosterfrau Grant for Research of Airway Diseases in Childhood 2017“ erhielt Dr. med. Oliver Fuchs, MD, PhD, der mit seiner Arbeit gezeigt hat, dass möglicherweise zwei bislang unbekannte genetische Determinanten bei der Regulation von ausgeatmetem Stickstoffmonoxid sowie frühkindlichen Atemwegserkrankungen eine Rolle spielen.

Klosterfrau Award 2017
v. l. n. r.: Preisträger Erick Forno, MD, MPH, Juryvorsitzende Klosterfrau Award Prof. Dr. Gesine Hansen, Preisträger Dr. Oliver Fuchs

Dysanapsis als Bindeglied zwischen kindlichem Adipositas und Asthma
Der Pädiater Erick Forno, MD, MPH, vom Children’s Hospital der University of Pittsburgh, Pennsylvania, USA, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Zusammenhang von Übergewicht bzw. Adipositas und Asthma bei Kindern. Beide Erkrankungen sind aufgrund der hohen Prävalenz vor allem in Industrienationen gesundheitsökonomisch bedeutsame Probleme.
Ausgangspunkt für das jetzt prämierte Projekt war die Beobachtung, dass viele Kinder mit schwerem Asthma übergewichtig oder adipös sind und die Erkrankung bei ihnen oft nicht auf die übliche Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden anspricht [1].
Forno untersuchte sechs Kohorten von insgesamt 4.521 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 21 Jahren mit und ohne Asthma. Dabei stellte sich erstmals heraus, dass Übergewicht und Adipositas bei Kindern häufig mit Dysanapsis assoziiert sind – einem ungleichmäßigen Wachstum des Lungenparenchyms und des Atemwegsdurchmessers. Klinisch ist die Dysanapsis durch ein hohes Lungenvolumen bei hoher forcierter Vitalkapazität (FVC) und einem normal forcierten expiratorischen Sekundenvolumen (FEV1) charakterisiert, bei dadurch erniedrigtem FEV1/FVC-Quotienten. Dabei sind also die gemessenen Flussparameter relativ zum Lungenvolumen zu niedrig. Adipöse Erwachsene haben dagegen meist eine reduzierte Vitalkapazität bei einem normalen FEV1/FVC-Quotienten.

Adipositas als Risikofaktor für Dysanapsis
Forno fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer solchen Dysanapsis bei adipösen Kindern signifikant erhöht ist, unabhängig, ob sie an Asthma erkrankt sind oder nicht. Darüber hinaus besteht bei adipösen Kindern mit Asthma offenbar ein konkreter Zusammenhang zwischen dem Auftreten einer Dysanapsis und der Asthmaerkrankung. Bei adipösen Kindern mit Asthma tritt eine Dysanapsis häufig in Zusammenhang mit schweren Exazerbationen sowie einer Medikation auf. In der Untersuchung fanden sich bei diesen Kindern etwa doppelt so häufig schwere Asthma-Exazerbationen (HR=1,95) und mehr als dreimal so häufig eine systemische Steroidtherapie (HR=3,22). Die Arbeit von Forno gibt also einen Hinweis darauf, warum manche adipöse Kinder mit Asthma nicht auf Bronchodilatatoren und inhalative Kortikosteroide ansprechen: Der verhältnismäßig verkleinerte Durchmesser der Atemwege spielt hier vermutlich die entscheidende Rolle.
Derzeit arbeitet der Forscher an der tomografischen Erfassung der bislang rein funktionell erhobenen Lungenparameter bei Kindern mit Adipositas und Dysanapsis. Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe untersucht er, ob und welche epigenetischen Veränderungen im Fettgewebe die Lungenfunktion beeinflussen könnten.

eNO als wichtiger Biomarker bei Atemwegserkrankungen
Dr. med. Oliver Fuchs, MD, PhD, ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt pädiatrische Pneumologie und Allergologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt ist unter anderem die Prädiktion und Phänotypisierung von Giemen im Vorschulalter und späterem Asthma bei Kindern. Nun befasste er sich mit den genetischen Determinanten von ausgeatmetem Stickstoffmonoxid (exhaled NO, eNO) bei Neugeborenen [2]. Das Signalmolekül wird vom Lungenepithel abgegeben. Der NO-Gehalt in der Ausatemluft gilt bei älteren Kindern und Erwachsenen als etablierter Biomarker für allergische Entzündungen der Atemwege wie Asthma, Allergien oder andere umweltbedingte Atemwegserkrankungen. Bei sehr kleinen Kindern kann er zudem ein Hinweis auf zukünftige Atemwegserkrankungen sein. Bekannt ist die genetische Regulierung von eNO bei älteren Kindern und Erwachsenen. Weitgehend ungeklärt war dies bislang für gesunde Neugeborene.

Neu entdeckte Genloci regulieren vermutlich eNO bei Neugeborenen

Fuchs untersuchte eine Kohorte von 229 gesunden, fünf Wochen alten Säuglingen, die noch keinerlei virale Infektion erlitten haben oder nachgeburtlicher Sensibilisierung durch Umweltfaktoren ausgesetzt waren. Der Experte fand erstmals heraus, dass der eNO-Spiegel und interessanterweise auch das Risiko und die Schwere späterer Atemwegssymptome bei Säuglingen von zwei bislang unbekannten genetischen Polymorphismen abhängen. Für sie zeigten sich weder ein Zusammenhang noch Überlappungen mit denjenigen genetischen Determinanten, die bekanntermaßen bei der eNO-Regulierung von älteren Kindern eine Rolle spielen und mit Asthma oder Allergien assoziiert sind. Der Preisträger zeigte, dass es sich bei den beiden neu entdeckten eNO-Determinanten um einzelne Nukleotid-Polymorphismen handelt (single nucleotide polymorphisms, SNP). Der erste Genlocus 6q12 ist vermutlich trans-wirksam, interagiert also auch mit räumlich getrennten DNA-Regionen. Dieser Polymorphismus scheint mit geringerer Häufigkeit und Schwere von Infektionen der unteren Atemwege im ersten Lebensjahr zusammenzuhängen. Der zweite gefundene Genlocus 11p14 beeinflusst offenbar die Expression des Enzyms NO-Synthase 3 in Lungenepithelzellen. Beide neu entdeckten Genloci liegen wohl in regulatorischen Bereichen zwischen Genen.

Der eNO-Spiegel und damit auch das Risiko und die Schwere späterer Atemwegssymptome bei Neugeborenen scheint also primär genetisch beeinflusst zu sein und nicht – wie im späteren Leben – durch Asthma- oder Atopie-assoziierte Risikofaktoren. Der genaue Zusammenhang zwischen den beiden Polymorphismen und dem eNO-Spiegel bei Neugeborenen ist jedoch noch unbekannt.
Der „International Klosterfrau Award for Research of Airway Diseases in Childhood 2017” ist mit 30.000 Euro dotiert, der „International Klosterfrau Grant for Research of Airway Diseases in Childhood 2017“ mit 20.000 Euro. Beide Preise zeichnen Wissenschaftler aus, die durch ihre Forschungsergebnisse einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie von kindlichem Asthma bronchiale geleistet haben.

Literatur

[1] Forno E et al., Obesity and airway dysanapasis in children with and without asthma. Am J Respir Crit Care Med. 2016 Aug 23 [Epub ahead of print] PubMed PMID: 27552676
[2] Fuchs O, Gorlanova O, Latzin P, Schmidt A, Schieck M, Toncheva AA, Michel S, Gaertner VD, Kabesch M, Frey U. 6q12 and 11p14 variants are associated with postnatal exhaled nitric oxide levels and respiratory symptoms. J Allergy Clin Immunol. 2017 Jan 19. pii: S0091-6749(17)30046-5. doi: 10.1016/j.jaci.2016.11.048. [Epub ahead of print]

Der Klosterfrau-Award liegt uns sehr am Herzen.

Die Ärztin Christin Kuo aus Kalifornien entdeckte einen bisher unbekannten Mechanismus, durch den sich sogenannte neuroendokrine Zellen organisieren. Diese spielen bei einigen Erkrankungen der unteren Atemwege eine wichtige Rolle. Für ihre Entdeckung wurde Kuo anlässlich der 38. Jahrestagung der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie am 11. März 2016 mit dem Klosterfrau Forschungspreis 2016 ausgezeichnet.

Der amerikanische Pädiater Prof. Stefan Worgall erhält 2015 den ersten Preis für die Erforschung eines neu entdeckten Asthma-Gens. Der zweitplatzierte Dr. Malcom Starkey aus Australien untersuchte die Folgen einer Chlamydien-Infektion bei Kleinkindern.

Der „Klosterfrau Forschungspreis 2014“ geht an zwei Wissenschaftler aus der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Klaus Bønnelykke von der Universität Kopenhagen (Dänemark) und Jun.-Prof. Dr. Michael S. D. Kormann von der Universität Tübingen, die in ihren Untersuchungen die genetischen Grundlagen verschiedener asthmatischer Erkrankungen im Visier hatten.

Klosterfrau und die Stiftung Kölner Grün.Mehr und bessere „Grüne Lungen“ für Köln.

Lebensqualität in der Stadt, das hat auch viel mit Solitären zu tun: Parks, Grünflächen, Wiesen – kurz: Inseln der Natur in urbanen Räumen. Bestehende Grünflächen zu sanieren, zu pflegen und zu verbessern, das sind die Kernziele der „Kölner Grün Stiftung“. Als Unternehmen, das sich dem Wissen um die Heilkraft der Natur verschrieben hat, ist dies auch ein Thema für Klosterfrau, die deshalb seit vielen Jahren Unterstützer der Stiftung ist.

Gegründet von zwei Enkeln Konrad Adenauers, geht es der Stiftung darum, Verantwortung zu zeigen und zu übernehmen, wenn es in der Stadtplanung um die Gestaltung von Grünflächen geht. Denn jeder Straßenbaum macht die Luft ein wenig besser.

Klosterfrau und die Stiftung Kölner Grün.

Einzigartig ist Kölns „Grüngürtel“ – dies sind auf beiden Seiten des Rheins halbkreisförmig angelegte Grünstreifen, die noch auf das alte Stadtmauer-Befestigungssystem zurückgehen.

Es war Konrad Adenauer, ehemaliger Kölner Oberbürgermeister, der nach dem Zweiten Weltkrieg bei der englischen Besatzungsmacht erreichte, dass nicht alle Befestigungsanlagen abgerissen wurden und die Grünstreifen in Parks umgewandelt werden konnten.

Pflege und Erhalt dieses Grüngürtels war der Ursprung der Stiftung – später erweitert um das Engagement um alle Grünanlagen der Stadt Köln.

Sie können mehr über die Stiftung selbst und ihre Projekte auf der Website erfahren: www.koelner-gruen.de

Wir freuen uns, dass die Klosterfrau zu den engagierten Gründungsmitgliedern
des Kuratoriums Stiftung gehört. Mit der Finanzierung der Wiederherstellung eines historischen Bürgerparks
nimmt Klosterfrau in Köln eine Vorbildfunktion ein.

Klosterfrau und Sponsoring.Das sollten Sie wissen.

Die Klosterfrau nimmt ihre gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Verpflichtungen sehr ernst. Deshalb unterstützen wir über die hier dargestellten eine Vielzahl weiterer Projekte.

Uns erreichen eine Vielzahl von Sponsoring-Anfragen oder Vorschläge für förderungswürdige Projekte und Aktivitäten: Auch wenn diese sicher eine Förderung verdient hätten, können wir als mittelständisches Unternehmen diese Flut nicht bewältigen. Deshalb wird das Engagement von Klosterfrau explizit nur durch eine interne Kommission gelenkt, die keine externen Anträge annimmt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir deshalb keine Sponsoring-Anfragen bearbeiten können.