Zwei Personen gehen eine Anhöhe hinauf

Prellung, Verstauchung, BlutergussVor allem beim Sport, aber auch im Alltag ist es schnell passiert: Prellungen, Verstauchungen und Blutergüsse zählen zu den häufigsten Verletzungen an Muskeln und Gelenken.

Einmal umknicken oder hinfallen, schon kann eine stumpfe Verletzung die Folge sein. Wie sich Prellung, Verstauchung und Bluterguss voneinander unterscheiden und welche Hilfe die schnellste und wirksamste ist, erfahren Sie hier.

Ursachen, Unterschiede und Symptome

Prellung

Bei einer Prellung (Kontusion) wirkt Kraft auf Haut und Gewebe ein, das heißt: Durch einen Aufprall, Stoß oder Sturz kommt es zu einer kurzfristigen Quetschung der Weichteile. Die Verletzung muss äußerlich nicht sichtbar sein, die betroffene Muskelpartie schmerzt aber selbst ohne Druck und Bewegung. Eine Prellung in den oberen Gewebeschichten kann auch mit einer Schwellung oder einem Bluterguss (Hämatom) einhergehen. Der sogenannte "blaue Fleck" entsteht durch Blut unter der Haut, das aus den verletzten Gefäßen ins Gewebe eintritt. Liegt die Prellung nahe einem Gelenk, mindert sie hier häufig die Beweglichkeit.

Verstauchung

Eine Verstauchung (Distorsion) ist eine Gelenkverletzung, die häufig beim Sport durch abrupte Bewegungen oder auch durch einfaches Umknicken beim Gehen auftritt. Der normale Winkelumfang, in dem sich ein Gelenk bewegen kann, wird dabei überschritten, und Kapseln oder Bänder des Gelenks werden überdehnt. Am meisten von Verstauchungen betroffen sind das Sprunggelenk im Fuß, Handgelenke und Knie.

Nach einer Verstauchung schmerzt das Gelenk besonders, wenn es bewegt oder belastet wird, wodurch dann auch die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt wird. Sind in den verletzten Bändern und Gelenkkapseln Risse entstanden, kann es zur Einblutung und Schwellung kommen.

Schnelle Hilfe bei Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen

Vielen Sportlern ist die PECH-Regel vertraut. PECH ist dabei die Abkürzung für allgemeingültige Sofortmaßnahmen bei einer Prellung oder Verstauchung:

Illustration eines Fußes mit Schmerzen

P: Pause

Illustration eines Fußes mit einem Eisbeutel zur Kühlung

E: Eis (Kühlung)

Illustration eines Fußes der bandagiert wird

C: Compression
(Kompression, Druck)

Illustration eines Fußes der erhöht gehalten wird

H: Hochlagern

Bei einer Verstauchung sind eine umgehende Pause und Schonung geboten, um die Verletzung nicht zu verschlimmern. Coolpacks sollten nicht direkt auf die Haut, sondern mit einem Tuch umwickelt aufgelegt werden. Die Kühlung hilft, eine drohende Schwellung aufzuhalten oder mindestens abzumildern, weil sich durch Kälte die Blutgefäße verengen. Kompression, also Druck, und Hochlagern verfolgen das gleiche Ziel: den Blutfluss so gering wie möglich halten. Die Kühlung kann auch gerne noch am Tag nach der Verletzung fortgesetzt werden.

Dauer der Heilung

Ein Bluterguss wird zusehends von Tag zu Tag blasser und ist nach ungefähr einer Woche gar nicht mehr zu sehen.

Bei einer Prellung hängt die Dauer des Heilungsprozesses davon ab, wie schwer sie ist. Die Spanne reicht von wenigen Tagen bis zu rund vier Wochen. Die Muskelpartie sollte erst wieder trainiert und gedehnt werden, wenn keine Schmerzen mehr spürbar sind.

Auch bei einer Verstauchung ist darauf zu achten, dass das verletzte Gelenk geschont wird, das bedeutet Sportverbot und so wenig Belastung wie möglich. Dann klingt die Verstauchung im Normalfall binnen ein bis zwei Wochen ab. 
 

Tipp
Tipp

Wann zum Arzt?

Lassen die Symptome bei einer Verstauchung oder Prellung nicht binnen der ersten Tage nach, ist ein Arztbesuch angeraten. Vor allem sofern die Schmerzen dauerhaft anhalten oder der Schmerz heftig und plötzlich wieder auftritt oder sich zusätzlich zu einer Schwellung auch die Haut rötet.

Weitere Tipps bei Prellung, Verstauchung und Bluterguss

Vermeiden lassen sich Prellungen, Verstauchungen und Blutergüsse kaum – vorbeugen kann man ihnen aber. Wir sagen Ihnen, wie:

Muskeln stärken
Muskeln stärkenTrainierte Muskeln stützen nicht nur den Bewegungsapparat besser, sie können auch vor schlimmen Folgen von Stürzen bewahren. Wichtig ist allerdings, der individuellen Konstitution angepasst zu trainieren, um die Muskeln nicht zu überlasten.
Rückentraining
RückentrainingGegen Rückenschmerzen hilft vor allem, die Muskeln zu fordern und zu trainieren – und zwar nicht nur die Rücken-, sondern auch die Bauchmuskulatur, die den Rumpf mitstützt und den Rücken entlasten kann. Übungen zur Kräftigung von Rücken und Bauch lassen sich gut zuhause durchführen.
Wärme
WärmeWärme fördert die Durchblutung und ist darum bei Muskelkater und Verspannung nicht nur wohltuend, sondern auch heilungsfördernd. Saunabesuche, Badewanne oder Wolldecke – jeder so, wie er es gerne hat.
Trinken
TrinkenFlüssigkeit ist für Muskeln sehr wichtig und bestimmt auch ihre Masse mit – schließlich besteht der Mensch hauptsächlich aus Wasser. Bei Muskelschmerzen fördert viel Flüssigkeit die Durchblutung und den Fluss der Lymphe, was heilfördernd wirkt.
PECH-Regel
PECH-RegelVerletzungen von Muskeln und Gelenken sollten mit Erste-Hilfe-Maßnahmen nach der PECH-Regel behandelt werden: P wie Pause, E wie Eis bzw. Kühlung, C wie Compression, als Druckverband, H wie Hochlagern. 
Schonung
SchonungVerletzte Muskeln und Gelenke sollten geschont werden, bis die Symptome nicht oder kaum mehr spürbar sind. Wer sie zu schnell wieder belastet, riskiert eine Verschlimmerung des Zustands.
Muskeln stärken
Muskeln stärkenTrainierte Muskeln stützen nicht nur den Bewegungsapparat besser, sie können auch vor schlimmen Folgen von Stürzen bewahren. Wichtig ist allerdings, der individuellen Konstitution angepasst zu trainieren, um die Muskeln nicht zu überlasten. Das gilt auch nach langen Trainingspausen: Besser ist es, die Leistungsgrenzen einzuhalten und das Niveau nach und nach zu steigern.
Aufwärmen und dehnen
Aufwärmen und dehnenVor dem Sport unbedingt warm machen, damit Muskeln und Gelenke das Signal erhalten, dass sie jetzt gefordert sind. Das bereitet sie vor und kann Muskelkater und schnelle Überlastung verhindern. Im Anschluss an das Training gut dehnen, um Muskelkater vorzubeugen. 
Trinken
TrinkenFlüssigkeit ist für Muskeln sehr wichtig und bestimmt auch ihre Masse mit – schließlich besteht der Mensch hauptsächlich aus Wasser. Bei Muskelschmerzen fördert viel Flüssigkeit die Durchblutung und den Fluss der Lymphe, was heilfördernd wirkt.
Ernährung
ErnährungMuskeln brauchen für ihre Funktionalität Vitalstoffe und Eiweiße, als Energielieferanten außerdem Kohlehydrate. Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung stärkt zudem das Immunsystem.
Gelenkschoner
GelenkschonerDie richtige Ausrüstung kann helfen, Verletzungen vorzubeugen: Gerade gute Lauf- oder Wanderschuhe schützen Muskeln und Gelenke, aber auch Knieschoner können bei Stürzen einiges abfangen. Wichtig ist außerdem, die Sportkleidung den Temperaturen anzupassen, damit Sie warm bleiben.
Bewegung
BewegungDie Beinmuskulatur zu stärken ist der beste Weg zu gesunden Venen. Besonders Radfahren, Jogging und Walking eignen sich dafür.
Wechselduschen
WechselduschenKälte sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Darum fördern kalte Güsse und Wechselduschen die Venentätigkeit.
Faustregel für gesunde Venen
Faustregel für gesunde VenenLLLSSS: Lieber laufen und liegen statt sitzen und stehen!
Beine hoch
Beine hochWer zwischendurch – auch bei der Arbeit – die Beine hochlegt, sorgt für einen schnelleren Rückfluss des angesammelten Wassers und vermeidet die Anstauung von Blut.
Flache oder keine Schuhe
Flache oder keine SchuheIn flachen Schuhen kann die Wadenmuskulatur besser arbeiten als in hohen, für die Venen ist das gesünder. Wo es geht, zum Beispiel zuhause, auch gerne barfuß laufen.
Trinken
Trinken1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit am Tag sollten getrunken werden, damit sich das Blut nicht verdickt und den Beinen den Auftrieb zusätzlich schwermacht. Eine gesunde Ernährung ist auch im Hinblick auf Venen zu empfehlen, denn jedes Kilo mehr ist auch eine zusätzliche Belastung für die Beine.
Massage
MassageMassagen fördern die Durchblutung, lösen so Verhärtungen und entspannen die Muskulatur wieder.
Wärme
WärmeDavon bedarf es, je nach Schwere der Verspannung, gerne auch etwas mehr, etwa durch ein Heizkissen oder warme Wickel. Wärme fördert die Durchblutung und hilft so den Muskeln, wieder zu entspannen.
Stress vermeiden
Stress vermeidenDa Stress zu den Hauptursachen von Verspannungen zählt, ist es ratsam, zumindest einige Stressfaktoren auszuschalten bzw. mit Entspannungsübungen wie Meditation weniger angreifbar für ihn zu werden.
Bewegung
BewegungDurch Sport und Bewegung werden die Muskeln immer wieder gedehnt und trainiert und neigen so nicht so schnell zur Verspannung.
Pausen
PausenViele Menschen sitzen zu lange durchgehend am Schreibtisch, ideale Bedingungen für Verspannungen. Alle ein bis zwei Stunden aufzustehen, etwas zu gehen, die Schultern zu lockern und den Rücken kopfüber aushängen zu lassen kann Verspannungen vorbeugen.
Arnika
Arnika

Wegen ihrer schmerzlindernden, entzündungshemmenden und abschwellenden Eigenschaften empfiehlt Klosterfrau die Gebirgsheilpflanze bei stumpfen Verletzungen und Verspannungen.

Latschenkiefer
Latschenkiefer

Sie wächst krumm und schief, ihr ätherisches Öl ist allerdings von großem Wert bei Schmerzen in Muskeln und Gelenken.

Klosterfrau Produkte jetzt kaufen

dm